Dr. med. Sabine Werfel
Hautärztin | Allergologie | Venenheilkunde | Ästhetische Medizin
Ambulante Operationen | Medizinische Kosmetik | Med. Fußpflege
Krampfadern (Varizen)
Eine Krampfader ist eine knotig erweiterte, meist geschlängelte Vene. Diese kann gut sichtbar direkt unter der Haut verlaufen oder tiefer in der Unterhaut zu tasten sein. Die Aufgabe der Venen ist es, Blut von der Peripherie zum Herzen zurückzuführen. Bei Venenschäden ist der Rückfluss des Blutes gestört, es kommt zu Pendelblut und zur Stauung des Blutes in den Venen. Vorstufe und erste sichtbare Anzeichen für Venenprobleme sind oft Besenreiser.

Oftmals sind Krampfadern zwar unschön, obwohl aber bereits sehr fortgeschritten, für den Patienten immer noch relativ schmerzfrei. Viele Patienten lassen sich deshalb zu spät untersuchen. Unbehandelte Krampfadern können aber zu Komplikationen führen.

Die meisten Patienten klagen über Völlegefühl und Schweregefühl in den Beinen, Schmerzen in der Wade oder direkt über der erweiterten Vene. Bei länger bestehender Varikose können Wassereinlagerungen sogenannte Lymphödeme entstehen. Man kann dort die Haut leicht eindrücken, zurück bleibt eine Delle. Patienten mit Krampfadern entwickeln manchmal Entzündungen über der Vene, deutliche Pigmentstörungen am Unterschenkel, aufgrund der Stauung chronische Ekzeme die jucken können und ohne Lokaltherapie nicht abheilen. Als gefürchtete Komplikation der unbehandelten Varikose gilt das offene Bein, das Ulcus cruris. Bei sehr oberflächlichen Krampfadern besteht eine Verletzungs- und somit eine Blutungsgefahr.

Sind die Venen im Leistenbereich betroffen, die große Stammvene (Vena saphena magna), so kommt es bei Erhöhung des Druckes im Bauchraum, also beim jedem Lachen, Husten, lauten Rufen, dem Toilettengang zum Reflux des Blutes aus dem Bauchraum in das betroffene Bein.

Krampfadern können operativ behandelt werden, mittels Lasersystemen, mit Radiowellen und mit der Mikroschaum- oder Flüssigverödung. Bestehen Kontraindikationen für jegliche Behandlung kann eine Kompressionstherapie durchgeführt werden. Diese kann mit individuellen Verbänden oder individuell rezeptierten Kompressionsstrümpfe angeboten werden.